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Was macht gutes Design eigentlich aus?

Egal ob Print-, Produkt- oder Webdesign – jeder will sich durchsetzen und aus der Masse hervorstechen. Dabei gibt es oft den Trugschluss, dass es bei Design vor allem um das Aussehen geht. Dies ist jedoch nur einer von vielen Aspekten, die ein gutes Design ausmachen. Was gutes Design wirklich ausmacht, erfahren Sie in diesem Post.

Maximilian Vitzthum

Gutes Design ist einfach zu nutzen

Der elementarste Aspekt eines guten Designs, ist die Nutzerfreundlichkeit. Egal wie schön und innovativ deine App oder deine Website ist: So lange die Nutzer nicht verstehen, wie diese funktioniert, verlassen Sie frustriert dein Produkt. Ebenso verhält es sich mit Websites, die Informationen vermitteln sollen. Sind diese nicht auffindbar oder in riesigen Textblöcken versteckt, spricht das nicht gerade für die Nutzerfreundlichkeit deiner Website. In den meisten Fällen führt dies zum Verlust wertvoller Leads. 

Also sollten wir uns merken: gutes Design ist in erster Linie intuitiv und einfach zu nutzen, egal ob das Produkt ein Toaster ist oder ob es sich um eine Website handelt. Ein gutes Design erklärt sich über sein Aussehen selbst.

Gutes Design erfüllt einen Zweck

Bevor ein jeder Designer sich an die Arbeit macht, sollte er zunächst verstehen, welchen Zweck er mit seiner Arbeit verfolgt. So platziert ein guter Webdesigner keinen seiner Inhalte willkürlich. Das Gesamtkonzept einer guten Website stellt quasi einen Wegweiser für den Nutzer dar und führt diesen mit verschiedenen Methoden zu den für ihn relevanten Inhalten.

Auch bei Detailentscheidungen berücksichtigt ein guter Designer immer das große und Ganze. Jede Entscheidung, egal wie klein diese wirken mag, sollte dem Ziel des Produktes dienen.

Gutes Design ist allgemein verständlich

Gerade das Internet obliegt einem ständigen Wandel. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten, bieten sich immer neuere innovativere Wege an, um bestimmte Funktionalitäten herzustellen. Ein gutes Beispiel stellt der Touchscreen dar, der mittlerweile für nahezu jedes Smartphone verwendet wird. Dieser stellte Webdesigner allerdings zunächst vor eine große Herausforderung: wie gestalte ich Webinhalte so, dass die Navigation ohne Maus einfach möglich ist? Mittlerweile nutzen wir beispielsweise Wischbewegungen, um durch das Netz zu navigieren. Ebenfalls war es nötig, klickbare Elemente groß genug zu gestalten, sodass diese auch mit dem Daumen gut erwischt werden können.

Das große Problem ist: viele Nutzer, die sich im fortgeschrittenem Alter befinden, fühlen sich trotz relativ intuitiven Bedienungsmöglichkeiten, überfordert oder abgehängt. Wer kennt es nicht, wenn er seine Familienmitglieder voller Unverständnis beobachtet, während diese ihr Smartphone bedienen?

Da jedoch gerade in Deutschland aufgrund der Demographie viele Nutzer im Internet dieser Altersschicht angehören, ist es von besonderer Bedeutung alle Inhalte so zu gestalten, dass auch „Digital Immigrants“ gut damit umgehen können. Gerade im B2B-Bereich liegt die Entscheidungsmacht für viele Investitionen bei Personen im gehobenen Alter.

mehr Leads durch geschicktes Webdesign

Gutes Design ist ästhetisch

Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, bei dem es um das generelle Aussehen geht. Ein zusagendes Erscheinungsbild erfüllt eben auch einen Zweck. Es vermittelt dem Nutzer eine positive Emotion, baut eine Bindung auf (wenn es denn gefällt) und hebt von anderen Produkten ab. Zudem kann durch die Wahl bestimmter Farben, Bilder und Formen eine Verbindung zu anderen Erfahrungen hergestellt werden. So vermittelt beispielsweise die Website eines Strom Herstellers in gedecktem Grün und Naturtönen schneller den Eindruck, dass es sich hier um umweltfreundlichen Strom handelt, als bei einer schlichten schwarz weißen Seite – ich denke man versteht, worauf ich hinaus will. Man kann sich als Designer bestimmte erlernte Muster aus dem Alltag zunutze machen, um gezielt bestimmte Emotionen und Assoziationen mit dem Produkt zu erzeugen.

 

Zudem kann ein attraktives einheitliches Erscheinungsbild, gepaart mit einem guten Ruf, eine direkte Assoziation mit bestimmten Werten herstellen, die man vermitteln will. Denken Sie an Apple Produkte oder an Mercedes Benz – durch das Design und bestimmte äußerliche Merkmale, sind die Produkte dieser Firmen direkt der Marke zuzuordnen und rufen die Verbindung mit den Werten, die diese Firmen vermitteln, hervor.

Gutes Design hat einen durchdachten Grad an Individualität

Es gibt unzählige Designs, die sich bewährt haben und von unzähligen Firmen genutzt oder kopiert werden. So gibt es auch im Netz oder auf Ihrem Mobiltelefon bestimmte Muster, die von beinahe jedem übernommen werden. Bezogen auf das Webdesign wäre ein absoluter Klassiker das Hamburger-Menü, das auf den mobilen Geräten das Menü öffnet. Das Symbol der drei untereinander liegenden Streifen, die entfernt an einen Burger erinnern, sind mittlerweile so verbreitet, dass jeder sofort erkennt, dass es sich hier um das Menü handelt.

Leider machen solche Muster es zu einer Herausforderung für den Designer Neues zu erfinden. Denn: sobald sich die Nutzer an bestimmte Muster gewöhnt haben, wird es zunächst schwer oder anstrengend für sie, neue Muster zu erlernen. Es wäre also eine schlechte Entscheidung das typische Hamburger-Menü mit einem anderen Icon auszutauschen, da viele Nutzer davon verwirrt wären oder gar nicht erkennen würden, wo sich nun der Button für das Menü befindet.

Dieser Umstand führt dazu, dass individuelle Lösungen aufgrund der vielen Gewohnheiten, die der typische Nutzer entwickelt hat, nicht verstanden oder als umständlich betrachtet werden.

Dennoch hebt sich gutes Design durch Individualität ab. Schafft es ein Designer beispielsweise ein neues Muster oder eine großartige Funktionalität zu erschaffen, die es dem Nutzer ermöglicht bestimmte Dinge schneller oder einfacher zu erreichen, und diese Funktion dann auch noch gut verständlich und intuitiv gestaltet, dann bleibt das Produkt positiv im Gedächtnis verankert. Man hebt sich von der Konkurrenz ab und kann durch bessere Nutzerfreundlichkeit glänzen. Dies zu erreichen ist mehr oder weniger die höchste Kunst im Design und eine entscheidende Treibkraft für Innovation.

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